Zum Weltfrühgeborenentag: Perinatalsymposium in Harlaching

24. November 2016
Wenn Babys vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden, kann das weitreichende Folgen nicht nur für die unmittelbare Behandlung nach der Geburt, sondern auch für die weitere kindliche Entwicklung haben. Über „Neue Chancen und Herausforderungen in der pränatalen Medizin und Neonatologie“ diskutierten am 19. November Expertinnen und Experten aus allen Professionen rund ums Kind beim Perinatalsymposium im Klinikum Harlaching. Die Schirmherrschaft hat die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml übernommen.

100 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus der Geburtshilfe, der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Kinderchirurgie besuchten das ganztägige Symposium, das von Frau Ruth Nowak, Ministerialdirektorin im bayerischen Gesundheitsministerium, persönlich eröffnet wurde. Prof. Dr. med. Marcus Krüger, ab 01. Januar 2017 als Chefarzt zuständig für die neonatologischen Patienten in Harlaching und Schwabing, hielt einen Vortrag über die Langzeitperspektiven Frühgeborener, die unter maschineller Beatmung einen Lungenumbau und damit einen Beatmungs- oder Sauerstoffbedarf entwickeln, eine sogenannte broncho-pulmonale Dysplasie. Eine relativ neue Behandlungsmethode stellte Prof. Dr. med. Roland Zimmermann aus Zürich vor. Bestimmte Erkrankungen können bereits im Mutterleib chirurgisch therapiert werden. So behandelt die fetale Chirurgie beispielsweise Embryonen mit sogenannten Neuralrohrdefekten, die bei der Spina bifida – auch bekannt unter „offenem Rücken“ – auftreten. Professor Dieter Grab, seit Juni Präsident der deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin und Chefarzt der Frauenklinik Harlaching, referierte zur pränatalen Diagnostik bei Lungenfehlbildungen, Margarethe Meyer Brauns stellte die beratenden Angebote der Lebenshilfe München bei pränataler Diagnose vor. Dr. med. Dr. med. univ. Florian Bauer, Neonatologe

Hohe Fachkompetenz beim Harlachinger Perinatalsymposium (v.r.n.l.):Prof. Dr. med. Dieter Grab, Prof. Dr. med. Marcus Krüger, Prof. Dr. med. Stefan Burdach, Ministerialdirektorin Ruth Nowak, Dr. med. Dr. med. univ. Florian Bauer, Dr. med. Thomas Krössin, Eva Hesse

und Allergologe an der Kinderklinik Harlaching, sprach zum Atopie- und Asthmarisiko beim Frühgeborenen. Die Angebote der Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge, die an den Kinderkliniken Harlaching, Schwabing und dem MRI etabliert sind, stellte Dr. med. Armin Gehrmann, Leiter der Sozialpädiatrischen Sprechstunde in der Kinderklinik Schwabing, vor. Insgesamt bat das Harlachinger Fachsymposium allen Teilnehmern eine hervorragende Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Harl.e.kin e.V., der Familien mit früh- und risikogeborenen Kindern im Übergang vom langen stationären Aufenthalt zur alleinverantwortlichen Betreuung zu Hause unterstützt, war mit einem Stand vertreten.

 

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