Wie unsere Arbeit in der Nachsorge anfing…..

Der Harl.e.kin e.V. wurde 1997 zunächst als gemeinnütziger Förderverein der Harlachinger Kinderklinik gegründet und widmete sich ab 2003 der strukturierten Nachsorge von Früh- und Risikoneugeborenen in der Kinderklinik München - Harlaching.

Frau Dr. Höck – bis 31.12.2018 Leiterin der Medizinischen Abteilung der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern -  war zuvor seit Jahren als konsultative Mitarbeiterin auf der Intensivstation der Kinderklinik Harlaching zur psychotherapeutischen Unterstützung der Familien tätig. In dieser Kooperation wurde die Idee einer erweiterten nachstationären Betreuung der Familien durch Pflegekräften des Klinikums und Mitarbeiterinnen der Frühförderung entwickelt.

Das Modellprojekt der Harl.e.kin Nachsorge wurde 2003 – 2005 zusammen mit der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikum Harlaching sowie mit finanzieller und ideeller Unterstützung des Bayerischen Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen aufgebaut. Es stieß auf große Akzeptanz der betroffenen Familien und wurde, orientiert am Bedarf, sukzessive weiter entwickelt.

2006 wurden in der Festschrift „40 Jahre Kinderklinik Harlaching“ auch Ziele und damaliger Stand der Aktivitäten des Harl.e.kin-Projekts übersichtlich dargestellt.

2008 errang das Harlachinger Modellprojekt den hervorragenden 3. Klinikförderpreis der Bayern LB für Innovation im deutschen Gesundheitswesen.

„Insgesamt bedeutet das Modellprojekt der strukturierten Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge an der Schnittstelle von stationärer und ambulanterwie auch von medizinischer und sozialer Versorgung eine ideale komplementäre Ausweitung und Optimierung der Behandlung und Betreuung Frühgeborener und Risikokinder.Es macht uns alle schon etwas stolz, dass dieses hier im Klinikum Harlaching bereits für rund 1.200 frühgeborene Kinder erfolgreich praktizierte Konzept inzwischenGrundlage für eine landesweite Umsetzung in Bayern ist“ so Manfred Greiner als damaliger Vorsitzender der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums München.

Das schließlich praxistaugliche Konzept „Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge“ wurde dann von der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern in aktuell 27 bayerischen Perinatalzentren implementiert. Dort arbeiten die Nachsorgeteams kooperativ mit lokalen Frühfördereinrichtungen und unterschiedlichen Trägern unter fachlicher Beratung und zentraler Koordination der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern.

Das Copyright für die „Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge“ liegt beim Harl.e.kin e.V.

Die Standorte der Harl.e.kin Nachsorge in Bayern

Gemeinsam mit der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern (AFFB) arbeiten an diesen Standorten Kinderkliniken und/oder Perinatalzentren, örtliche Frühförderstellen und ein gemeinnütziger Träger kooperativ zusammen, um die Harl.e.kin Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder und ihre Familien sicher zu stellen. In München sind in der Trägerschaft des Harl.e.kin e V drei Nachsorgeteams in den Kliniken Schwabing, Harlaching und rechts der Isar tätig.

Durch die Zentrale Koordination der Harl.e.kin -Nachsorge in Bayern an der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller bayrischen Harl.e.kin Standorte fachlich beraten und regelmäßig geschult. So wird eine hohe fachliche Qualität der Harl.e.kin Nachsorge sichergestellt und deren konzeptuelle Umsetzung gewährleistet.